
Am 10. Februar 2015 jährte sich die Gründung des Fördervereins zum 25. Mal. Wir blicken auf 25 Jahre zurück, in denen einiges passiert ist. Unsere Bemühungen und Aktivitäten wären ohne viele Freunde und Förderer nicht so erfolgreich gewesen. Eine davon ist Frau Gulatz, die mit dem Verein zugunsten krebskranker Kinder Groß-Bieberau unseren Förderverein seit vielen Jahren unterstützt.
Anläßlich dieses Jubiläums veranstalten wir am 28.11.2015 eine Gala im Hotel Maritim Köln, zu der im Laufe des Jahres eingeladen wird. An diesem Abend möchten wir uns bei allen bedanken, die uns auf dem Weg begleitet haben, uns gemeinsam freuen, dass wir so viel erreichen konnten und nun mit vereinter Kraft in die nächsten 25 Jahre gehen.
Dieser Brief von Frau Gulatz erreichte uns anläßlich des Jubiläums
Meine herzlichen Glückwünsche gehen an den Förderverein für krebskranke Kinder e.V. in Köln zu seinem 25-jährigen Bestehen.
Das Engagement des Vereins von Anbeginn hat schon in kurzer Zeit unglaubliches geleistet zur Verbesserung des gesamten Umfeldes für die betroffenen krebskranken Kinder und ihre Familien an der Univ.-Klinik Köln.
Im Jahr 1990 – dem Gründungsjahr des Vereins – befand sich meine 2-jährige Tochter Kathinka zur Behandlung bzw. zur autologen Stammzellentransplantation wegen eines Neuroblastoms auf der Kinderkrebsstation in Köln. Die bisherige Therapie mit Operation und Chemotherapie hatte in Heidelberg stattgefunden.
Von Seiten der Ärzte, Schwestern und Pfleger fühlten wir uns in der Univ.-Klinik Köln sofort gut aufgehoben und in fachlich guten Händen.
Zu der damaligen Zeit war aber die Situation sowohl räumlich auf der alten Station als auch die Unterbringung der Eltern, die in Kliniknähe übernachten wollten und mussten noch eine völlig andere.
Durch die Isolation meiner Tochter im „Zelt“ und dadurch auch meiner Isolation hatte ich tagsüber wenig Kontaktmöglichkeiten mit anderen Eltern, mein Mann war zu Hause bei unserem älteren Sohn – über 200km entfernt und kam mehrmals in der Woche zu Besuch. Untergebracht war ich im Schwesternwohnheim in einem Zimmer, dort gab es jedoch keine Möglichkeiten Kontakt mit anderen betroffenen Eltern zu haben. Es gab keinen Gemeinschaftsraum oder ähnliches. Es war ja sowieso eine furchtbar belastende Situation mit all den Sorgen und Ängsten um unsere Tochter, was durch diese äußeren Umstände oft sehr bedrückend war.
Es ist wirklich gut und wichtig dass für Eltern schwerstkranker Kinder Möglichkeiten vorhanden sind sowohl Kontakt und Austauschmöglichkeiten mit anderen betroffenen Eltern zu haben, als auch die Möglichkeit des Rückzugs mit der eigenen Familie, evtl. mit den Geschwisterkindern. Kaum ein anderer – und sei es der beste Freund – ist in der Lage sich in die Sorgen und Ängste in dieser Lebens- und Ausnahmesituation hineinzuversetzen als ein anderer auch Betroffener, sei es jetzt oder auch in der Vergangenheit. Diese Möglichkeit ist nun seit vielen Jahren in Köln sowohl für die Kinder als auch für die ganze Familie mit dem Elternhaus und allen seinen Möglichkeiten geschaffen worden!
Dieser Bericht ist nur ein Ausschnitt der Ereignisse, die unsere Familie überrollt hatten. Wir haben in dieser Zeit in den Univ.-Kliniken viel Gutes und Liebes erfahren, sowohl von den Ärzten, Schwestern und den ehrenamtlichen Mitgliedern der jeweiligen Elternvereine. Ohne diese Elternvereine, die durch unermüdliche Arbeit Spenden sammeln, wären viele Dinge auf den kinderonkologischen Abteilungen jeder Univ.-Klinik nicht möglich. Alleine die Möglichkeit in einer sog. „Elternwohnung“ auf dem Klinikgelände zu übernachten um immer in der Nähe des kranken Kindes zu sein, die Möglichkeit für die Kinder auf der Station ein Spielzimmer zu nutzen und dort auch stundenweise betreut zu werden, die Möglichkeit für die Eltern auf der Station gemeinsam mit anderen Eltern eine „Elternküche“ zu nutzen zum Kochen und auch zum Austausch untereinander und vieles, vieles mehr.
Diese eigenen Erfahrungen haben uns – nach dem Tod unserer Tochter im Jahr 1990 – dazu bewogen uns ebenfalls für spezielle Projekte auf Kinderkrebsstationen sowie für betroffene Familien direkt einzusetzen. Wir haben im Jahr 1994 den Verein zugunsten krebskranker Kinder Groß-Bieberau gegründet und arbeiten seitdem mit dem Ziel Projekte an Kinderkrebskliniken, über die dortigen Elternvereine zu unterstützen.
So unterstützen wir auch in Zukunft weiter gerne den Förderverein für krebskranke Kinder e.V. in Köln und wünschen ihm für die Zukunft weiterhin viel Kraft und Erfolg bei dieser wichtigen Arbeit.
Sabine Gulatz Groß-Bieberau
Der Verein zugunsten krebskranker Kinder Groß-Bieberau hat bis heute immer wieder an den Förderverein gespendet und uns damit unterstützt. Dabei ist in den Jahren die stolze Summe von rund 111.000€ zusammengekommen. Dafür bedanken wir uns recht herzlich bei Frau Gulatz und dem gesamten Team des Vereins.