29. Dezember 2020
Liebe Mitglieder und Förderer unseres
Vereins,
Das Jahr neigt sich dem Ende zu und es
war auf Grund der weltweiten Corona Pandemie für die meisten von uns ein
schweres Jahr mit großen Herausforderungen, Einschränkungen und vielleicht auch
Ängsten. Wir werden uns alle durch diese Pandemie auch noch eine längere Zeit
weiter neuen Herausforderungen stellen müssen.
Leider war es uns in dieser
Pandemiesituation nicht möglich eine für das Frühjahr geplante
Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen durchzuführen. Hier hatte der Schutz
Ihrer und auch unserer Gesundheit
Priorität.
Durch Rücksprache mit dem Amtsgericht
Darmstadt / Vereinsregister wurde uns mitgeteilt, dass die offizielle Regelung
besteht, dass der jetzige Vorstand zunächst bis zum 31.12.2020, jetzt ergänzend
bis zum 31.12.2021 bis zur möglichen Neuwahl im Amt bleibt.
Damit Sie trotzdem informiert sind
erfolgt hier eine kleine zusamenfassende Aufstellung unserer Arbeit aus dem
Jahr 2019 und auch 2020 bis zu dem jetzigen Zeitpunkt.
Das Jahr 2019 war ja gekennzeichnet
als unser Jubiläumsjahr des 25-jährigen Bestehens unseres Vereins.
Zu diesem Anlass war es
eine große Freude, am 30. März 2019 das 35-köpfige Akkordeon Orchester Roßdorf
unter der musikalischen Leitung von Herrn Peter Löw im
Bürgerzentrum Groß-Bieberau begrüßen zu können.
Zu dieser Veranstaltung waren
eingeladen und erschienen die Vertreter der Elternvereine – Frau Marlene Merhar
von der Universitätsklinik Köln, Frau Stefanie Baldes von der
Universitätsklinik Heidelberg und Herr Kai Leimig von der Universitätsklinik
Mainz.
Ein besonderes Highlight an diesem
Abend war dann die Übergabe der Spendenschecks an die anwesenden Vertreter der
Elternvereine der Kliniken. Insgesamt konnten 55.500,00 EURO Spendengelder verteilt werden, so dass an jeden
anwesenden Vertreter der Elternvereine ein Scheck in Höhe von 18.500,00 EURO
überreicht werden konnte. Spontan wurde diese Spendensumme durch eine anwesende
Testamentsvollstreckerin um weitere 19.500,00 EURO erhöht, so dass die
jeweiligen Spendenschecks sich auf 25.000,00 EURO erhöhten.
Das heißt, dass wir im Jahr 2019
insgesamt 77.000,00 € an Spendengeldern weiter geben konnten.
Die Vertreter der Elternvereine
freuten sich natürlich riesig über diese überraschend hohe Spendensumme, die
sie dankbar annahmen. In kurzen Ansprachen berichteten sie darüber wie diese Spendengelder verwendet
werden. In Heidelberg wird die Spendensumme in den Geschwister Kindergarten
fließen, in Mainz wird das Geld ein schöner Grundstock für ein neues
Spielzimmer auf der kinderonkologischen Station sein und in Köln wird die
Neuroblastom Forschung mit diesem Geld unterstützt werden.
Wir danken hier nochmals allen, die
uns in dem Jubiläumsjahr 2019 so besonders unterstützt haben.
Im Jahr 2020 war es uns ja leider
nicht möglich Veranstaltungen zu planen bzw. durchzuführen. Trotzdem konnten
wir uns über viele Spendeneinnahmen freuen, so dass wir jetzt im Dezember
jeweils 18.000€ an die Elternvereine in
Köln, Mainz und Heidelberg übergeben konnten.
Der Förderverein für krebskranke
Kinder e.V. in Köln und auch der Förderverein für Tumor- und Leukämiekranke
Kinder e.V. Mainz wird dieses Geld für folgendes Projekt verwenden:
Seit einiger Zeit werden
krebserkrankten Schulkindern sogenannte Avatare – kleine Roboter – zur
Verfügung gestellt, da sie während der Chemotherapie die Schule nicht besuchen
dürfen. Der Avatar ist ein persönliche Kommunikationsmittel, über den der
kleine Patient am Unterricht teilnehmen kann, indem er über dessen Augen und
Ohren den Unterricht sehen und hören kann. Er kann sich sogar melden und aktiv am
Unterricht teilnehmen. Ein wichtiger posiiver psychosozialer Aspekt ist die
ansonsten stattfindende Entfremdung zwischen Patient und Mitschüler. Dem kann
durch den Avatar erfolgreich entgegengewirkt werden. Die Mitschüler gewöhnen
sich schnell an den kleinen Roboter und der Patient nimmt wieder am Geschehen
teil.
Der Verein für krebskranke Kinder in
Heidelberg wird das Geld für den „Geschisterbetreuung – Kinderplanet“
verwenden.
Viele Kinder kommen täglich ins
Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin zur stationären oder ambulanten
Behandlung. Dabei ist die ständige Anwesenheit eines Elternteils erforderlich.
Auch aus ärztlicher und pflegerischer Sicht wird davon ausgegangen, dass die
belastenden Untersuchungen und Behandlungen ohne die praktische und seelische
Unterstützung der Eltern kaum durchführbar sind.
Eltern sollen und wollen ihr krankes Kind durch diese schwierige Zeit begleiten. Den gesunden Geschwistern fehlen die Eltern und sie fühlen sich oftmals allein gelassen mit ihren Fragen und Ängsten. So ist nicht nur die Schwere der Erkrankung zu verkraften – die Familie wird zusätzlich durch die Sorgen um die gesunden Geschwister belastet.
In der Geschwister Betreuung „Kinderplanet“ werden die Familien unterstützt.
- Hier können die Eltern beruhigt sein,
dass ihre gesunden Kinder gut betreut werden, während sie sich dem kranken
Kind widmen.
- Die Geschwister erhalten das Gefühl,
nicht abgeschoben oder vergessen zu werden in dieser Krisenzeit.
- Da der Kinderplanet sich direkt in der
Kinderklinik befindet, sind die Eltern in der Nähe und können jederzeit
gerufen werden oder vorbeikommen.
- Die Geschwister erfahren innerhalb der
Klinik mehr von dem dortigen Geschehen und können die Krankheitssituation
besser verstehen. So kann angstvollen Phantasien am besten
entgegengewirkt, bzw. aufgefangen und verarbeitet werden.
- Insbesondere in der jetzigen Corona
Pandemie Situation sind die Regelkindergärten für die Geschwisterkinder
oftmals keine mögliche Option, da entweder geschlossen oder wegen
Infektionsgefahr zu riskant.
Auch
direkte Unterstützung betroffener Familien in unserer Region wird gerne von uns
weiter durchgeführt.
Wir
danken Ihnen allen herzlich für Ihre große Unterstützung in vielfältiger Weise,
ohne die unsere Arbeit so nicht möglich wäre. Auch jetzt im Dezember haben uns
noch so viele spontane „Weihnachtsspenden“ erreicht, worüber wir uns sehr
gefreut haben. In der Presse, auf unserer Webseite www.aktion-krebskranke-kinder.de
und auf unserer Facebookseite berichten wir fortlaufend.
Für
das Jahr 2021 können wir begreiflicherweise noch keine Planungen vornehmen, wir
werden Sie informieren.
Wir
wünschen Ihnen und Ihren Familien eine friedliche restliche Adventszeit, in
einer Zeit, in der man sich jeden Tag auf neue Situationen einstellen muss, ein
trotzdem schönes, wenn wahrscheinlich auch anderes Weihnachtsfest und alle guten Wünsche für ein
gesundes neues Jahr 2021.
Herzliche
Grüße
Sabine
Gulatz